Umfrage ergibt, dass die Zuzahlungen für gesetzlich Versicherte gestiegen sind

Die "Ärzte Zeitung online" berichtet von einer Studie, nach der die Belastung der gesetzlich Versicherten durch Eigenbeteiligungen in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen ist. Die Ausgaben für medizinische Leistungen eines erwachsenen Versicherten (zusätzlich zu den Krankenkassenbeiträgen) sind demnach im Durchschnitt von 344 Euro in 2012 auf 448 Euro in 2016 gestiegen, eine Steigerung um 30 Prozent. Insgesamt haben neun von zehn gesetzlich Versicherten im vergangenen Jahr Ausgaben für medizinische Leistungen getätigt, die ihre Kasse nicht oder nicht komplett trägt.

Auffällig ist demnach auch, dass GKV-Versicherte ab 60 Jahren mit durchschnittlich 577 Euro deutlich mehr für Selbst- und Zuzahlungen ausgegeben haben als Jüngeren mit durchschnittlich 375 Euro.

Rund ein Drittel der Versicherten haben auf Leistungen mit Zuzahlungen verzichtet. Von diesen gaben 2012 rund die Hälfte Geldmangel als Grund für die unterlassene oder aufgeschobene Inanspruchnahme an. 2016 ist diese Zahl auf 35 Prozent gesunken. Offenbar betrifft der Leistungsverzicht aus Geldmangel vor allem Frauen (47 Prozent), Nicht-Berufstätige (45 Prozent) und Geringverdiener (56 Prozent).

Artikel "Jeder dritte Patient verzichtet auf Leistungen" in der "Ärzte Zeitung online" nachlesen

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