Das Gesicht des Paritätischen Braunschweig hört auf – Henning Eschemann, langjähriger Geschäftsführer, geht in den Ruhestand

Henning Eschemann, langjähriger Geschäftsführer des Paritätischen Braunschweig, dem Träger der KIBiS

Eine Ära geht zu Ende: Am vergangenen Freitag, 27. November, wurde der langjährige Geschäftsführer des Paritätischen Braunschweig, Henning Eschemann, mit einer kleinen Feier unter Corona-konformen Bedingungen verabschiedet.

Fast fünfundzwanzig Jahre stand er an der Spitze des Paritätischen Braunschweig, prägte die einhundertprozentige Tochtergesellschaft des Landesverbandes, die Gemeinnützige Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit Braunschweig mbH. Er war das Gesicht des Paritätischen in Braunschweig und der Region, ein Urgestein. Eschemann trug maßgeblich dazu bei, dass der Paritätische Braunschweig mit heute mehr als 650 Mitarbeitenden ein moderner Wohlfahrtsverband geworden und für die Zukunft bestens aufgestellt ist.

Henning Eschemann, ein Mann mit viel Verständnis, der stets hinhörte, der immer für die Bedürfnisse der Menschen im Einsatz war; ein Netzwerker mit viel Elan, Engagement und Enthusiasmus. Jemand, der mit Herzblut für die soziale Arbeit stand. Von Menschen für Menschen, das ist die Maxime von Henning Eschemann. Er ist und war ein souveräner Öffentlichkeitsarbeiter. Mit anderen für etwas Gutes zu streiten, etwas zu bewegen. Das lag ihm am Herzen.

Seine humorvolle, sympathische, verbindliche und zugewandte Art wurde nicht nur von seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geschätzt. Auch bei seinen Mitstreitern, Weggefährten aus Politik und Verwaltung und Kooperationspartnern war er beliebt, sein Rat gefragt und sein Wort hatte Gewicht. "Die Lücke, die er hinterlässt, ist groß", so sagte es Oberbürgermeister Ulrich Markurth in seiner Videobotschaft zum Abschied. Weitere virtuelle gute Wünsche gab es zudem von Armin Maus, Chefredakteur der Braunschweiger Zeitung, und vom Beitratsvorsitzenden Henning Voß, Cura e.V.

Persönlich nahmen Rainer Flinks, Vorstand Wirtschaft & Finanzen beim Paritätischen Niedersachsen, und die Vorsitzende des Landesverbandes, Birgit Eckhardt, an der Verabschiedung teil.

Emotional war es für den angehenden Ruheständler aber auch für die Mitarbeitenden aus der Verwaltung und den anwesenden Leitungskräften aus den verschiedenen Einrichtungen. Neben vielen Geschenken verabschiedeten sie sich nacheinander persönlich jeweils mit einer Rose.

Dankbar und gerührt für die vielen Jahre der guten Zusammenarbeit zeigte sich der gebürtige Peiner Henning Eschemann. Ein Bauernjunge sei er. Das seien seine Wurzeln, das ist seine Basis. Mitanpackend. So kennt man ihn. "Das WIR war mir immer wichtig. Wir haben nur dieses eine Leben. Wir haben nur diese eine Welt. Und es ist alles Menschenwerk. Deshalb sollten wir geduldig und gnädig sein. Als soziales Wesen ist der Fokus auf dem Aspekt des Ausgleichs zwischen Starken und Schwachen wichtig. Nur zusammen bekommen wir etwas Gescheites hin", sagte Eschemann. Auf die Frage, wie er sich seinen neuen Lebensabschnitt vorstellt, antwortete der 67-jährige: "Ich habe keinen Plan. Ich möchte mich vom Leben überraschen lassen."

(Quelle: Artikel auf www.paritaetischer-bs.de vom 30.11.2020)

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