Wie kann ich vorsorgen, wenn ich selbst nicht mehr entscheiden kann?

Wie kann ich vorsorgen, wenn ich selbst nicht mehr entscheiden kann?

Diesen Informationsabend hat die KIBiS am 06.10.11 für Mitglieder aus Selbsthilfegruppen und für Selbsthilfegruppen mit pflegenden Angehörigen (gemäß § 45 d SGB XI) veranstaltet.

In der Patientenverfügung können Menschen vor dem Eintreffen von gesundheitlichen Notlagen schriftlich festhalten, welche Behandlungen sie in bestimmten Situationen wünschen bzw. welche nicht. Die Vorsorgevollmacht ist eine sinnvolle Ergänzung zur Patientenverfügung. Darin bestimmt die betreffende Person gesetzliche Vertreter für den Fall, dass sie krankheitsbedingt nicht selbst Entscheidungen treffen kann.

Ulrich Kreutzberg vom Verein Hospizarbeit Braunschweig e.V. hat den Anwesenden das Thema nahe gebracht. Er hat als wichtigste Entscheidungssituationen das Endstadium einer Erkrankung, den Sterbeprozess, das Wachkoma und die Demenz geschildert. Die wichtigsten Entscheidungsthemen sind Wiederbelebung, künstliche Ernährung, Flüssigkeitsversorgung und Beatmung. Außerdem gilt es festzulegen, welche weitere Begleitung gewünscht wird wie z.B. geistlicher Beistand oder Begleitung durch Hospizarbeit. Schließlich ist festzulegen, welche Vertrauensperson als Bevollmächtigter eingesetzt wird bzw. welche Personen und in welcher Abfolge.

Die anschauliche und mit Beispielen verständlich gemachte Schilderung von Herrn Kreutzberg und sein einfühlsames Eingehen auf die teils schwierigen Entscheidungssituationen fanden bei den Zuhörern und Zuhörerinnen viel Anklang. Es ist deutlich geworden, wie sinnvoll es ist, sich frühzeitig mit dieser Thematik zu befassen.

Die KIBiS dankt Herrn Kreutzberg herzlich dafür, dass er sich für diesen Abend zur Verfügung gestellt hat.

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