Am Telefon durchs Museum: "Bei Anruf Kultur"

Einige Menschen können Ausstellungen, Aufführungen oder andere kulturelle Angebote nicht live miterleben. Beispielsweise sind sie blind oder sehbehindert, kennen sie sich digital nicht gut aus, sind krankheitsbedingt nicht mobil genug oder durch die Pandemie eingeschränkt.

Für diese Menschen gibt es "Bei Anruf Kultur". Dabei handelt es sich um eine akustische Führung für verschiedene kulturelle Ausstellungen. Die Ausstellungen werden präzise beschrieben, sodass sie vor dem inneren Auge lebendig werden. Somit werden Kunst und Kultur mit dem Telefon für jeden und von jedem Ort erlebbar.

Am Telefon können Gruppen von 15 Interessierten einer Führung folgen und Fragen stellen. Durch den Austausch werden die Führungen lebendig.

Das Ganze funktioniert folgendermaßen: Die Teilnehmenden erhalten Festnetznummer und Zugangscode für die Einwahl. Während der Führung werden sie stumm geschaltet und können so in aller Ruhe zuhören. Zwischendurch werden die Teilnehmenden wieder dazu geschaltet, um Fragen zu stellen. Die Führungen dauern eine Stunde, ein weiterer Austausch im Anschluss ist möglich.

Mitinitiatior ist der Blinden- und Sehbehinertenverein Hamburg. Die kulturellen Einrichtungen, die sich beteiligen, befinden sich ebenfalls in Hamburg. Weitere Informationen finden Sie unter www.beianrufkultur.de. Einen Bericht gibt es zudem unter www.wir-sind-paritaet.de/wir-berichten/blog/kultur-fuer-alle-einfach-und-zugaenglich.

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