Ausnahmen von der Maskenpflicht: Lebenshilfe Niedersachsen fordert mehr gesellschaftliche Aufklärung und gegenseitiges Verständnis ein

Die derzeit geltende Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften stellt Menschen mit Behinderungen oftmals vor große Herausforderungen. Viele behinderte Menschen können aufgrund ihrer Beeinträchtigungen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen und sind daher von der Pflicht befreit – und kommen dennoch in Erklärungsnot. Die Lebenshilfe Niedersachsen fordert daher mehr gesellschaftliche Aufklärung und gegenseitiges Verständnis ein.

Franz Haverkamp, Landesvorsitzender der Lebenshilfe Niedersachsen, sagt: "Leider ist in der öffentlichen Debatte viel zu wenig darüber informiert worden, dass es bei der Maskenpflicht Ausnahmeregelungen gibt". Für viele Menschen mit geistiger, psychischer oder körperlicher Behinderung sei das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes regelrecht eine Qual und nicht zumutbar. Oftmals sind die Beeinträchtigungen nicht sofort für den Gegenüber erkennbar - und das könne zu unerfreulichen Situationen sowohl im Bus als auch beim Einkaufen führen. "In Einzelfällen werden die Betroffenen - aus reiner Unkenntnis über deren Maskenpflicht-Befreiung - von anderen Kunden oder Fahrgästen bloßgestellt."

Eine transparent kommunizierte Aufklärung über die Ausnahmeregelungen zur Maskenpflicht führe hingegen zu einem besseren gegenseitigen Verständnis, können Barrieren abbauen und so einen wertvollen Beitrag in dieser herausfordernden und belastenden Zeit leisten.

Quellen: Newsletter "Selbsthilfe & Corona" des Selbsthilfebüros Niedersachsen vom 10.06.2020; Pressemeldung der Lebenshilfe Niedersachsen vom 18.05.2020

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