Erste Corona-Selbsthilfegruppen im deutschsprachigen Raum

www.nakos.de

Wie die bundesweite Selbsthilfeunterstützungsstelle NAKOS mitteilt, gibt es erste Selbsthilfegruppen, die sich zum Thema Corona-Folgen treffen. In der Mitteilung heißt es:

"In Deutschland gründen Betroffene erste Corona-Selbsthilfegruppen. Einerseits sind das Covid-19-Erkrankte, die auch Monate nach der Infektion noch Beschwerden haben; andererseits schließen sich auch Menschen mit anderen Problemen und Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zusammen. Die NAKOS veröffentlicht entsprechende Selbsthilfegruppen auf ihrer Internetseite.

Einzelne örtliche Gruppengründungen
Dem Selbsthilfezentrum Mühldorf am Inn ist schon länger eine Selbsthilfegruppe von Covid-19-Erkrankten bekannt, die sich in dem bayerischen Landkreis trifft. Aktuell entstehen weitere Gruppen von Erkrankten sowie Angehörigen in Heinsberg, Unna und Regensburg. Die Initiator*innen werden bei der Gruppengründung von den örtlichen Selbsthilfekontaktstellen unterstützt.

In der Schweiz kam es bereits zu einer Vereinsgründung von Betroffenen. Der Verein "Leben mit Corona" wurde von Angehörigen ins Leben gerufen und will "Langzeiterkrankten und ihren Angehörigen Unterstützung, Informationen und Hilfe" bieten. Dazu gehört auch die Initiierung von Selbsthilfegruppen. Der Verein ist auch an einem länderübergreifenden Austausch interessiert.

Betroffenheit bedeutet nicht immer eine Covid-19-Erkrankung
Corona-Selbsthilfegruppen – das bedeutet nicht nur Krankheitsbewältigung. In Stuttgart entsteht die Gruppe "Corona – mit Einschränkungen leben". Die Initiative will Betroffene mit unterschiedlichen Problemen ansprechen: "Vielleicht sind Sie Angehörige*r der sogenannten Risikogruppe oder haben Familienangehörige, die dazu gehören? Oder haben Ihre Arbeit oder Aktivitäten im Ehrenamt durch Corona verloren? Zwischenmenschliche Kontakte fehlen oder sind verloren gegangen, auch weil einige im Lebensumfeld die damit verbundene Vorsicht nicht wirklich verstehen?" Auch diese Gruppe wird von der örtlichen Selbsthilfekontaktstelle unterstützt.

Virtuelle Vernetzung findet schon länger statt
Virtuell tauschen sich Betroffene schon seit Beginn der Pandemie aus. Die NAKOS berichtete im Juli in ihrer Publikationsreihe NAKOS PERSPEKTIVE über die Vernetzung auf Twitter und Facebook. Eine Facebook-Gruppe von Covid-19-Erkrankten hat inzwischen die Internetseite c19Langzeitbeschwerden.de aufgebaut. Die Informationsseite verweist auf Medienberichte über Langzeiterkrankte, Unterstützungsangebote an Kliniken und im Internet und auch Forschungsvorhaben.

Die NAKOS sammelt Informationen zu Corona-Selbsthilfegruppen
Als bundesweite Anlaufstelle für alle Fragen rund um die gemeinschaftliche Selbsthilfe sammelt die NAKOS Informationen zu Corona-Selbsthilfegruppen und freut sich über alle Hinweise auf neu entstehende Initiativen. In der Rubrik "Selbsthilfe und Corona" veröffentlicht sie eine Übersicht der bisher bekannten Gruppen. Auf ihren Twitter- und Facebook-Kanälen informiert die NAKOS fortan mit dem Hashtag #CoronaSelbsthilfe über neue örtliche Gruppen.

Übersicht der Corona-Selbsthilfegruppen auf www.nakos.de: Corona-Selbsthilfegruppen."

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