Studie über Belastungen pflegender Angehöriger in der Corona-Krise

Bereits vor der COVID-19-Pandemie waren pflegende Angehörige physisch und vor allem psychisch teilweise stark belastet. Die oft sehr aufwendige häusliche Pflege kann viel Kraft kosten - gerade auch bei der Betreuung von Menschen mit Demenz. Die Corona-Krise und die damit verbundenen Folgen haben vielen pflegenden Angehörigen in den vergangenen Monaten immens viel abverlangt und sie nicht selten vor zusätzliche Herausforderungen gestellt.

Dies bestätigen die aktuellen Ergebnisse einer gemeinsamen Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege ZQP und der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Dafür wurden bundesweit 1.000 Personen, die einen Angehörigen pflegen, befragt. Rund ein Drittel (32 Prozent) der pflegenden Angehörigen erlebte eine Verschlechterung der Pflegesituation. 24 Prozent waren besorgt, die Pflege in der aktuellen Lage nicht mehr zu schaffen. Dabei hatten Gefühle der Hilflosigkeit in der Pflegesituation bei 29 Prozent der Angehörigen zugenommen. Eine Steigerung belastender Konflikte mit der pflegebedürftigen Person gaben 24 Prozent an. 22 Prozent sagten, Verzweiflungsgefühle seien mehr geworden. Ein Fünftel berichtete, Wut und Ärger in der Pflegesituation seien gewachsen. Besonders belastend zeigte sich die Situation für Angehörige von Menschen mit Demenz: Von ihnen nahmen 41 Prozent die Pflegesituation als zugespitzt wahr.

Mehr über die Ergebnisse der Befragung sind zu finden unter www.zqp.de/corona-pflegende-angehoerige.

Quelle: ZQP Newsletter, Ausgabe August 2020

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